| Von 16. bis 19. September 2004
war ich mit Freunden auf der Nockalmstraße Sternschauen. |
| Ein Astro-Internetbericht hatte
mich auf den Beobachtungsplatz Nockberge aufmerksam gemacht. |
| Die 35 km lange Nockalmstraße
führt über zwei Pässe - Schiestlscharte und Eisentalhöhe - |
| beide über 2.000m hoch, also
ideal zum Anreisen per Auto mit dem großen Dobson im Gepäck. |
| Leider hatten wir von drei
Nächten zweimal Schlechtwetter, es stecken eben in jedem Teleskop |
| eine Menge Wolken................ |
| Wir haben uns die Zeit mit
Wandern vertrieben. Zuerst wurde der große Königstuhl bezwungen, |
| später haben wir Museen und
Lehrpfade entlang der Nockalmstraße besucht. |
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| Am Samstag hatten wir dann
ganztags Sonnenschein und super Wetter. |
| Wir haben den Klemmnock 2.331m
hoch bezwungen. Als Belohnung gab es eine traumhafte |
| Aussicht mit Blick über den
Wolken. |
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| Samtags Abends: Pünktlich 18:30 Uhr
waren wir auf der Eisentalhöhe. , |
| Sonnenuntergang, blauer
Himmel, Fernrohr aufbauen und einstellen. |
| Der Kioskbesitzer hat uns noch
viel Spaß gewünscht und wir waren alleine mit dem untergehenden |
| Mond. Temperatur ca. 4,0 Grad -
kein Wind - absolute Ruhe! |
| Unsere Ausrüstung: 10 Zoll
Newton und zwei Feldstecher 15x70 und 8x50. |
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| Hier oben sieht man den
Erdschatten spektakulär - anfangs als schmales Band |
| am Westhorizont, stieg er weit
über die Gipfel auf. |
| Um 20:36 Uhr verschwand der
letzte Zipfel unseres Trabanten hinter den Gipfeln der Südtiroler Alpen. |
| Es ist 3 Tage nach Neumond. Bis
zum Horizont konnte man die aschgraue, von der Erde |
| beleuchtete Mondscheibe im
Feldstecher sehen. |
| Wir begannen unsere astronomische
Tour mit Messier 8 den Lagunennebel - zu finden |
| außerhalb des
Sommermilchstraßenbands, etwas rechts von der
"Schützen-Kaffeekanne". |
| Unsere Heimatgalaxie war
unheimlich gut sichtbar, fein strukturiert, besonders die Teilung |
| beim Schwan war beeindruckend.
Hier unsere Sichtungen: |
| M8 bei 63fach - sehr schön
hervorgehoben, gut sichtbar der schwarze Riss. |
| NGC 6530 - offener Sternhaufen
beim Lagunennebel. |
| Collinder 399 - der Brocchi
Haufen - auch Kleiderbügel im Fuchs-Vulpecula - wir entdeckten diese |
| lustige Sternformation von der
Campingliege aus. Sehr bequem kann man so |
| mit dem Fernglas durch die Milchstraße wandern. |
| M22 - großer Kugelsternhaufen im
Schützen - bei 83fach am Rand aufgelöst innen diffus. |
Schon in der Dämmerung hat sich
leider der Tau auf den
Tubus geschlagen,
| trotzdem beobachten wir
weiter. |
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| M25 - offener Sternhaufen im
Schützen mit zwei Sternreihen (Balken) oben und unten. |
| Zu dritt wagen wir uns jetzt an die
Grenzgrößenbestimmung am kleinen Bär, für Ungeübte |
| ist das gar nicht so einfach -
wir kommen auf 5,6mag - liegt es an der feuchten Nacht ? |
| Das Wasser plätschert nun vom
Fernrohrtubus nur so herunter! |
| Weiter M13 - Kugelsternhaufen im
Herkules. Sehr schön aufgelöst - bis ins Zentrum, sogar 208fach |
| bringt noch Verbesserung der
Auflösung. |
| M57 - Ringnebel in der Leier. |
| h&x Persei - zwei
wunderschöne Sternhaufen - im Feldstecher oder Teleskop bei 39fach sind |
| beide im Blickfeld. |
| M27 - Hantelnebel im Fuchs
Vulpecula - sehr diffus - bestes Ergebnis bei 83fach. |
| M51-Strudelgalaxie - nur zwei
matschige Lichtflecken - die feuchte Nacht fordert ihren Tribut.... |
| NGC281- der Pacman Nebel in der
Cassiopea. Mit diesem Objekt wird der Galaxy Dob beworben. |
| Zuhause hab ich den noch nie
erkannt- hier bei 39fach und mit UHC-Filter ist ein Nebel |
| zu erkennen.Ob der so wie ein Pacman (
Fressmanderl ) ausschaut kann ich nicht erkennen. |
| Aber immerhin, es ist was zu sehen. |
| M31 - die Andromeda Galaxie ist
mit freien Auge leicht zu erkennen, |
| durch den Feldstecher ist
sie ein sehr schöner Anblick. |
| Aber im Dob, bei 39fach ist sie
ein überwältigender Anblick ! Sie füllt im 32mm Okular |
| das ganze Sichtfeld aus - und
schaut links und rechts noch was raus! |
| Ganz eindeutig erkennt man M32
und M110, die zwei Begleitgalaxien- |
| alles fast wie auf einem Foto ! -
Kernbereich diffus, sehr hell, die Arme als Nebel ekennbar ! |
| M45 - die Plejaden - da der
Horizont nach Osten durch die Nockberge begrenzt ist, |
| sehen wir sie erst ab 23:00 Uhr-
Bestes Ergebnis mit dem 15x70er Feldstecher. |
| Während unserer Beobachtung sind immer
wieder Sternschnuppen zu sehen. Ca. um 22:00 Uhr |
| sehen wir dann einen Boliden! Eine Feuerspur vom
Fischkopf bis zum Steinbock- |
| Helligkeit geschätzt -2 bis
-3mag ! |
| Die ganze Zeit über dringt
unheimliches Röhren durch die Nacht - es handelte sich |
| um Hirsche - wie wir später
erfuhren. |
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| Hier auf der Nockalmstraße kommt
man wirklich ganz leicht mit seiner Astro-Ausrüstung |
| auf über 2.000m Seehöhe. |
| Ich kann diesen Platz auch
weiterempfehlen, wenngleich kein komfortables Hotel |
| zum "zwischenaufwärmen"
in der Nähe ist, eben ein Beobachtungsort für echte Naturliebhaber. |
| Mein Tipp: |
| Jeder der einen großen Dobson
besitzt sollte sich einmal eine hochalpine Beobachtungsnacht |
| gönnen - ein echtes Erlebnis !! |
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